Der Steinbruch Zurück
Der Steinbruch auf dem Weg zum Etzel-Kulm.

Früher wurden hier die Steine
für die Renovation der Klosterkirche Einsiedeln gebrochen.
Mit einer Schienenbahn wurden diese nach unten transportiert.

    14. März 2011 
Ein Zeitzeuge erzählt
Gottfried Kälin war während vieler Jahre im Steinbruch tätig.
Die vier Arbeiter, davon zwei Spezialisten aus Norditalien, arbeiteten unter für die heutige Zeit kaum vorstellbaren Bedingungen täglich bis zu neun Stunden. Maschinen gab es keine, Gerüste und Leitern wurden selber gefertigt. Um an geeigneten Stein zu kommen, musste an die zehn Meter unbrauchbares Gestein weggesprengt werden. Dann wurde oft tagelang mit Meissel und Keilen, sogenannten Bonschotten, an einem grossen Stein gespitzt, bevor er mit Hilfe von Buchenholzrollen zum Lagerplatz transportiert werden konnte. Das Mittagessen wurde auf einem einfachen Ofen gekocht. Meistens gab es «Chabissalat» oder «Gschwellti», manchmal eine Portion Voressen. «Den Durst löschten wir mit Zuckerwasser und Essig, selten gab es ein Bier».
Um 1960 wurden die Arbeiten eingestellt, weil einerseits die Nachfrage nicht mehr gross und andererseits die Steinqualität nicht mehr so gut war.
Quelle: Höfner Volksblatt vom 15.9.2014