Die Geschichte der Steinfabrik Zurück

8. August 1986
Links das Bürogebäude, im Hintergrund der Kran zum Be- und Entladen der Ledischiffe,
rechts das Wohnhaus. Dieser neue, grössere Kran wurde 1974 erstellt.



1898 gründet Wilhelm Höninghaus die «Steinfabrik am Zürichsee». Sie beschäftigt 1952 rund 100, 1970 um die 200 Personen. Der Umsatz von ca. 9 Mio. Franken wird mit der Herstellung von Kalksandsteinen, Betonröhren, Zaunpfählen, Platten und Fassadenelementen erreicht.
18. Juni 1947 Die «Steinfabrik Zürichsee AG», eine Tochterunternehmung der Hunziker Baustoffe, wird gegründet.
1982 Thomas Schmidheiny übernimmt die Hunziker Baustoffe AG und somit auch die Steinfabrik Zürichsee AG.
6. Dez. 1987 In einer Urnenabstimmung beauftragt die Bevölkerung den Freienbacher Gemeinderat, die Landzuge in Pfäffikon von den Besitzern der Steinfabrik zu kaufen, um dort einen Steg bauen zu können.
14. Nov. 1990 Die Steinfabrik Zürichsee AG möchte das Areal umnutzen und reicht demzufolge ein Umzonungsgesuch ein.
28. April 1991 Die Steinfabrik-Initiative der SP Freienbach wurde mit 1360 Nein- zu 501 Ja-Stimmen an der Urne abgelehnt.
28. Nov. 1993 Das Freienbacher Stimmvolk genehmigt die Zonenplan- und Baureglementsrevision einschliesslich dem Nutzungskonzept «Areal Steinfabrik».
30. Sept. 1994 Abgabeschluss der Projekte für den SIA-Wettbewerb über die Gestaltung des Steinfabrik-Areals. Es beteiligten sich 94 Planungsteams. Dreizehn davon teilten sich die Preissumme von 350'000 Franken, drei Projekte wurden angekauft.
5. März 1995 Nach einer rund fünfstündigen Diskussion beschlossen die Genossenbürger mit 198 gegen 154 Stimmen das gesamte Gelände (ca. 76'000m²) für 40,5 Mio. von Thomas Schmidheiny zu kaufen.
Ein 20 m breiter Landstreifen dem See entlang übernimmt die Gemeinde. Darauf wird die heutige öffentlich zugängige Seeanlage gebaut.
7. März 2004 An der Korporationsversammlung wird beschlossen, das ganze Areal (ca. 52'000m²) zuerst im Kaufrecht, das bis zum 1. April 2010 dauert, an Ulrich Feusi abzutreten. Spätestens am 1. April 2010 muss Feusi der Korporation mitteilen, ob er den Baurechtsvertrag will oder nicht. Ulrich Feusi ist zurzeit der Präsident der Korporation.
März 2004 Vier Pfäffiker Korporationsbürger haben beim Schwyzer Verwaltungsgericht gegen den Versammlungsbeschluss vom 7. März, das Steinfabrikareal an Architekt und Korporationspräsident Ulrich Feusi im Kaufrecht abzugeben, zwei Beschwerden eingereicht.
Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass dem beschlossenen Geschäft aufschiebende Wirkung zukommt und es vorerst nicht abgeschlossen werden darf.
3. Dezember 2004 Auf private Initiative von Irene Herzog-Feusi wird eine Bedürfnisabklärung unter den Einwohnern der Gemeinde Freienbach durchgeführt. Frage: Was halten Sie von der Idee, auf dem Steinfabrik-Areal im Unterdorf Pfäffikon einen Park für die Öffentlichkeit zu erstellen? Das Ergebnis wird der Korporation Pfäffikon und dem Gemeinderat Freienbach übergeben und soll eine Diskussion über eine optimale zukünftige Nutzung des Areals in Gang setzen.
30. März 2005 Das Verwaltungsgericht entscheidet: Der Beschluss über das Steinfabrikareal, gefällt an der Rechnungsgemeinde der Korporation Pfäffikon vom März, wird aufgehoben. Ulrich Feusi wird das Kaufrecht über das Landstück damit wieder abgesprochen.
29. Mai 2005 An einer ausserordentlichen Versammlung der Korporation Pfäffikon konnten die Mitglieder erneut darüber abstimmen, ob sie ihrem Präsidenten Ulrich Feusi das Steinfabrik-Areal im Baurecht überlassen. Eine Mehrheit von 257 gegen 33 Korporationsbürger waren dafür.
28. Februar 2006 Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat die drei Beschwerden gegen die ausserordentliche Korporationsgemeinde Pfäffikon abgewiesen. Damit wird der Entscheid, das Steinfabrik-Areal im Baurecht an den Korporationspräsidenten Ueli Feusi zu vergeben, bestätigt.
Mai 2006 Einer der Beschwerdeführer zog den Entscheid des Verwaltungsgerichtes vor das Bundesgericht. Dieses hat nun der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
November 2006 Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Herbert Feusi abgewiesen. Die Korporation darf das Steinfabrik-Areal an ihren Präsidenten Ulrich Feusi im Baurecht abgeben.
26. Nov. 2006 Die Abstimmung über die Initiative «Umzonung Steinfabrik-Areal» wurde mit 2889 Ja zu 2174 Nein vom Stimmvolk der Gemeinde Freienbach angenommen.
5. Juni 2008 Im Zuge des Einspracheentscheids zum Teilzonenplan Steinfabrik-Areal beschliesst der Gemeinderat entgegen dem Initiativbegehren von Irene herzog, 68 Prozent des Areals in der Hafenzone zu belassen und 32 Prozent in eine neu zu schaffende Zone für öffentliche Parkanlagen zu überführen. Beim Regierungsrat gehen vier Verwaltungsbeschwerden gegen diesen Gemeinderatsbeschluss ein.
30. Juni 2009  Der Regierungsrat weist drei der vier Verwaltungsbeschwerden ab. Auf die des Bürgerforums tritt er gar nicht ein.
Das Bürgerforum reicht deshalb Beschwerde beim Schwyzer Verwaltungsgericht ein, aber ohne Erfolg.
9. Juni 2013   Die Freienbacher Stimmbürger lehnen den vom Gemeinderat vorgelegten Teilzonenplan, mit 1501 Ja gegen 2823 Nein, ab. Die Vorlage wurde von der Korporation als Eigentümerin, sowie vom Bürgerforum abgelehnt, obwohl sich die Anliegen der beiden Gruppierungen diametral widersprechen.
» Das gesamte Areal der Steinfabrik
Quelle: B. Marti/TA  
25. März 2005